Tag Archive for 'San Francisco'

Goodbye to ‘The City’

Es ist Samstagmorgen, die Sonne scheint und es wird ein warmer Februartag. Ein idealer Zeitpunkt, um San Francisco, genannt ‘The City’, einen letzten Besuch abzustatten, bevor es dann zurück in die kalte Schweiz geht:

Um halb elf morgens verlassen wir den Zug und stechen entlang der 4th Street ins Herz von San Francisco. Heute sind wir nicht alleine unterwegs: An der Market Street tummeln sich zahlreiche Einkaufswillige auf Shoppingtour. Wir spazieren hinauf zum Union Square und folgen der Stockton Street durch Chinatown hindurch. Auch hier wird gehandelt und gemärtet, allerdings mit 75ct-Blumenkohl und anderen Frischwaren.

Die Stockton Street führt uns nach Little Italy, wo wir ein Restaurant suchen, in dem die Warteschlange nicht allzu lange ist. Fündig werden wir im Caffé Roma. Hier sitzen wir draussen an der Columbus Street und verdrücken die feinen Panini. Gestärkt nehmen wir den Aufstieg zum Telegraph Hill in Angriff.

Auf dem Telegraph Hill steht der 1933 errichtete Coit Tower. Eine kurze Fahrt in einem alten Lift, gefolgt von einer 2-stöckigen Wendeltreppe bringt uns aufs Aussichtsdeck. Hier hat man eine wunderbare Rundumsicht von Downtown über die Bay, den Pier 39 und Alcatraz, bis zur Golden Gate Brücke und den Quartieren von San Francisco, die sich über den Hügeln zwischen Bay und Pazifik erstrecken.

Über die Lombard Street verlassen wir den Telegraph Hill und biegen rechts ab auf den letzten Abschnitt der Stockton Street, die uns hinunter zu Pier 39 führt.

Wow, hier hat es ja noch mehr Leute! Wir schlendern durch die Souvenir-Shops, schauen ein letztes Mal bei den Seelöwen vorbei und ruhen uns dann im etwas weniger bevölkerten oberen Stock des Piers auf einem Bänkli bei Glace und Kaffee aus. Ja, es ist ein Rummelplatz und ja, wohl auch eine Touristenfalle — aber trotzdem macht es Spass, hier zu sonnen und dem emsigen Treiben zuzuschauen ;-)

Langsam versinkt die Sonne hinter den Hügeln. Wir machen uns auf den Weg, vorbei an der “Queen Elizabeth”, die gerade vor Anker liegt, und schlendern entlang den Piers zur Ferry Plaza. Mit dem Verschwinden der Sonne, kommt ein leichtes Hüngerchen auf. Wir entscheiden uns für “Gordon Biersch”, die Brauerei gleich unterhalb der Oakland Bay Bridge. Hier gibt es Fleisch vom Grill und ein saisonales Spezialbier, oder halt eine Strawberry-Lemonade.

San Francisco, eine tolle Stadt — bald leider nicht mehr in einer einstündigen Zugfahrt erreichbar, aber das wird uns auf Dauer kaum fernhalten.

Macworld | iWorld

Alljährlich findet hier in San Francisco, nicht weit vom Apple Hauptquartier in Cupertino und noch weniger weit von unserem Quartier in Palo Alto, die Apple-Zubehör-Messe “Macworld | iWorld” statt.

Wir fahren also im Caltrain nach San Francisco und gehen dort ins Moscone Center West, wo wir unsere Badges umhängen und anschliessend die Messehalle betreten. Wir spazieren durch die Stände, hören einigen Präsentationen zu und lassen uns Produkte erklären. Okay — jede Menge IPhone-Hüllen und IPad-Halterungen — nicht gerade Wahnsinn, aber das war wohl zu erwarten. Daneben Kopfhörer, portable Lautsprecher und jede Menge Software resp. Apps. Was mir zudem auffällt, sind diverse mobile Scanner — Das wird wohl der nächste Hit: Unterwegs Kassenzettel direkt aufs IPad scannen ;-)

Nach den etwas überteuerten Sandwichs ergattern wir uns doch noch ein kleines Andenken, bevor wir uns in den zweiten Stock begeben. Hier hören wir zwei Präsentationen im “Music Studio”. Die beiden Präsentatoren sind Angestellte des “Berklee College of Music” (man beachte die Schreibweise und merke ≠ Berkeley). Die erste Präsentation ist sehr gut, wenn auch etwas simpel für unblutige Anfänger. Die zweite ist wirr und wenigsagend, wird dafür mit etwas Jazz an der Gitarre aufgelockert.

Es ist 17 Uhr, wir verlassen die Macworld. Bereuen tun wir unseren freitäglichen Besuch in San Francisco nicht. So begeistert, dass wir nächstes Jahr extra anfliegen werden, sind wir aber auch nicht…

Kulturtag in San Francisco

In der Altjahreswoche beschliessen wir, unser hier in den Staaten eingehandeltes Kulturdefizit (laute Openairs, Baseball und Amercian Football) fürs 2011 noch ein klein Bisschen aufzubessern ;-)

Also rein in den Caltrain und ab nach San Francisco. In der Stadt angekommen, machen wir uns direkt auf den Weg ins Museum of Modern Art. Hier, im vom Schweizer Architekten Mario Botta erbauten Gebäude, kämpfen wir uns Stock um Stock hinauf:

  • Es beginnt toll mit dem legendären Braun-Designer Dieter Rams, dessen Radios, Schallplattenspieler, TVs, Rasierapparate und andere Geräte immer noch zum besten Design zählen und dessen Design-Philosophie sich in zahlreichen neuen Designs erfolgreicher Marken (wir verzichten auf namentliche Nennung) wiederspiegelt.
  • Dann folgt eine grosse Fotoausstellung von Francesca Woodman, bestehend aus vielen, teilweise interessanten Porträts, meist Selbstporträts der amerikanischen Künstlerin, die sich 1981, im Alter von 22 Jahren, das Leben nahm.
  • Nun folgen Sammlungen von diversen Künstlern, darunter Miro, Picasso, Mondrian und Paul Klee und natürlich von vielen, die wir nicht kennen. Immerhin wird Abwechslung geboten. Dazwischen findet man auch Multimedia- und Video-Installationen.
  • Im obersten Stock dann “Richard Serra Drawing”, wo keine Fotos erlaubt sind. Die Bilder des sonst vor allem durch Stahlskulpturen bekannten Künslers sind allerdings einfach erklärt: Sie sind gross und bestehen entweder aus einem schwarzen Kreis mit dicker Farbe aufgetragen oder einem schwarzen Quadrat, das meist das ganze Bild füllt.

Nach dem Museum machen wir uns auf den Weg zum “War Memorial Opera House”, wo wir unsere Tickets für den “Nutcracker” abholen. Es bleibt noch Zeit für ein feines Znacht, bevor wir uns in den “Balcony Circle” setzen und dem bunten Treiben auf der Bühne folgen sowie den Orchesterklängen Tchaikovskys lauschen. Der Nussknacker ist hier in den USA sehr beliebt und wird um Weichnachten von zahlreichen Balleten aufgeführt. Wir sind der Meinung, mit dem “San Francisco Ballet” eine gute Inszenierung gefunden zu haben: Theaterhafte Teile unterhalten mit Witz, dazwischen gekonnte Tanzeinlagen und tolle Kostüme sowie eine geniale Bühnendekoration lassen keine Langeweile aufkommen.

Alternatives San Francicso

If you’re going to San Francisco, be sure to wear some flowers in your hair

Vom komerziellen Union Square, wo Familien über das Eisfeld schlittern und Touristen den Weihnachtsbaum fotografisch festhalten, bewegen wir uns westwärts, kommen bei einem Samichlous-Treffen vor dem Civic Center vorbei und erreichen schliesslich unser Ziel: Das Haight-Quartier. Einige Überbleibsel des “Summer of Love” — als hier die Hippie-Revolution stattfand — sind noch zu sehen. So wird die heisse Schoggi in einem netten Tassli serviert, die Bedienung ist sympatisch, der Bagel frisch, der Creamcheese wohl organisch und die Preise eher international ;-)

Unser Weg führt uns vorbei an weiteren netten Beizen, einigen Tattoostudios, Shops, die nur so von Raucherstäbchenrauch qualmen und — auch hier — Samichläusen. Wir erreichen den Buena Vista Park. Was auf der Karte wie ein Park aussieht, ist in Wirklichkeit ein kleiner bewaldeter Berg, dessen Ersteigung aber mit toller Aussicht auf “The City” belohnt wird. Kaum unten, geht es auf den nächsten Hügel hinauf: Von den Corona Heights hat man eine fast noch bessere Sicht.

Von hier ist es nicht mehr weit zum Castro District, wo wir an der Harvey-Milk-Plaza von einige nackten Samichläusen erwartet werden — auch hier feiert man Weihnachten. Die Fotos ersparen wir euch.

Von der farbenfrohen Castro-Street schlendern wir weiter, vorbei beim ältesten erhaltenen Gebäude von San Francisco, der “Mission Dolores” oder auch “Mission San Francisco de Asís”, ins ebenso benannte Mission-Quartier. Wie im Castro District kommen einem auch hier viele Schnauz-tragende Männer entgegen. Allerdings haben sie hier einen dunkleren Teint und tragen selten eine Glatze, geschweige denn schwarzes Leder oder gar Nietenarmbänder. An der Mission-Street erhält man von exotischen Früchten bis zu billigen Leuchtspielsachen alles. Wir brauchen nur etwas Käse und ein Brot für morgen. Kurz darauf werden wir schon von Chrigu in seinem “Ford Crown Victoria” abgeholt.

Er fährt uns gemütlich zum letzten Quartier, das wir heute besuchen: dem Noe Valley. In diesem gehobenen Wohnviertel finden wir ein nettes irisches Pub und anschliessend einen tollen Italiener. Hier verbringen wir den Rest des Abends bei Gesprächen zu Bier, Pasta, Apfelkuchen und Glace. Anschliessend lassen wir uns im Crown Victoria nach Hause schiffen…

Vier Schweizer auf Alcatraz

Endlich haben wir es geschafft: Tickets für Alcatraz. Im Hochsommer waren die jeweils 4 Wochen im Voraus ausverkauft. Nun erhielten wir am Freitag Tickets für den Montag — mit den tollen Wetterprognosen mussten wir zugreifen.

Wir haben Tamara und Markus noch gewarnt: “Nehmt einen Pulli mit! In S.F. ist es jeweils einige Grad kühler als in Palo Alto.” Aber heute hätte es das nicht gebraucht: Wunderbares Kurzhosen-Wetter, vom Nebel keine Spur. Mit der Fähre fahren wir rüber auf die Insel. Dort dürfen wir uns frei bewegen und alles anschauen. Neben einigen verlassenen und halb eingestürzten Gebäuden, bildet der Zellblock auf dem höchsten Punkt der Insel den Höhepunkt. Hier erhält man einen Audio-Guide und kann dann das Gefängnis auf eigene Faust erkunden: Eine gute Stunde lang gehen wir zu viert, jeder mit Kopfhörer ausgerüstet, durch die Zellen und Räume und lauschen gespannt den Geschichten, die uns von ehemaligen Insassen und Wärtern erzählt werden. Die Tour ist sehr gut gestaltet und vermittelt einen Eindruck, wie hier der Alltag vor der Schliessung 1963 ausgesehen haben muss. Natürlich werden die wenigen Ausbruchsversuche um so spannender geschildert. Nach der Tour, spazieren wir durch die Gärten und um die Insel herum, bevor wir dann zurück zum Festland verschiffen und in Chinatown ein tolles Abendessen geniessen.

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Goodbye to the BBQ-season http://t.co/4qRl9f63 207 days ago
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