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Yellowstone/Grand Teton: Camping

Das Nationalpark-Camping ist nicht vergleichbar mit dem Camping am Festival, von dem wir uns auf dem Weg zum Yellowstone NP während zweier Nächte in Motels erholen konnten. Im Nationalpark hat man viel Platz, die Nachbarn treten einem nicht gerade auf die Füsse, meist hat es Bäume und ist schattig. Toiletten hat es, meist auch Trinkwasser, nur die Duschen fehlen. Dafür bekommt man einen Holztisch und zwei Sitzbänke, einen Feuerring mit Grillrost und oft eine Bärensichere Aufbewahrungsbox für alle Essensvorräte und Kochutensilien. Obwohl, verglichen mit dem Kings Canyon oder Yosemite, reicht im Yellowstone und Grand Teton das Aufbewahren des Essens und der Toilettenutensilien im Kofferraum.

Wir bleiben für 3 Nächte beim Camping “Tower Falls”, einem kleinen Zeltplatz, gut gelegen für unsere ersten Ausflüge. Nur das mit der Dusche wird etwas schwierig: Die Roosevelt Lodge, wo die nächsten öffentlichen Duschen wären, hat bereits geschlossen! So waschen wir uns halt mit kaltem Wasser, Seife und Wäschlappen. Dafür geniessen wir dann am dritten Tag auf dem Rückweg vom Avalanche Peak die Dusche im “Canyon Village” umso mehr! Wir wechseln zum “Norris Campground”, der etwas näher bei den Geysiren gelegen ist. Dort verbringen wir 2 weitere Nächte, bevor wir die letzte Nacht auf dem Riesencampground “Grant Village” am Lake Yellowstone verbringen. Am nächsten Tag fahren wir südwärts in den Grand Teton Nationalpark, wo wir die siebte Nacht in Folge in unsere Schlafsäcke schlüpfen, genau gesagt in “Colter Bay”. Die beiden letzteren Zeltplätze werden nicht vom NPS (National Park Service) betrieben. D.h. sie sind grösser, bieten Duschen, Waschmaschinen und einen Shop. Dafür sind sie nicht ganz so spektakulär gelegen und besitzen etwas weniger Charme.

Ja, das Zelten in der Natur ist schon toll: Beim Einschlafen hört man den Uhu, oder gar einen Coyoten. Am Morgen kommen die Deers vorbei und Chipmunks und Eichhörnchen fühlen sich auf dem Zeltplatz ebenso zuhause wie wir. Allerdings darf man nicht vergessen, dass Yellowstone ein Hochplateau ist. So liegt “Tower Falls” auf knapp 2000 m, Norris auf 2286 m und Grant Village gar auf 2377 m. Da wird es abends schon mal recht kühl und auch am Morgen braucht die Sonne eine Weile, um die Umgebung wieder aufzuwärmen. Aber dagegen gibt es einerseits gute Schlafsäcke (meinen hab ich vor zig Jahren von meinen Grosseltern erhalten, glaube 1986! Sarah darf ihn nun gebrauchen — da er etwas wärmer ist als ihr neueres synthetisches Modell, welches mir aber genügt), andererseits helfen auch Handschuhe, Jacken und Mützen am Morgen und ein wärmendes Feuer und einen heissen Tee am Abend.

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